Mehr Sicher­heit durch er­neuer­bare Energien

ResilienzEnergie

| Pressemitteilung, 14.02.2023

Die Initiative Klimaneutrales Deutschland zur Münchner Sicherheitskonferenz

  • Sicherheitsexpertinnen und -experten fordern Energiesouveränität als Leitziel 
  • Erneuerbare Energien können auch Einsatzfähigkeit von Streitkräften steigern


Erneuerbare Energien bieten die Chance, machtpolitische Willkür in der Energieversorgung zu begrenzen und sicherheitspolitische Risiken einzuhegen. Deutschland und Europa sollten deswegen ihre Energiesouveränität gezielt stärken und den Anteil erneuerbarer Energien dringend ausbauen. Auch die Bundeswehr kann zur nachhaltigen Energiewende beitragen. Dank des Einsatzes erneuerbarer Energien könnte sie ihre eigene Einsatzfähigkeit sogar verbessern.

Dies sind die Ergebnisse eines gemeinsamen Impulspapieres „Von alten Fehlern zu neuen Chancen: Sicherheitspolitische Handlungsempfehlungen für die Neukartierung der Energiepolitik“ von 

Prof. Dr. Stefan Bayer, Leiter Forschung & erweiterter Vorstand German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS), 

Dr. Jana Puglierin, Leiterin des Berliner Büros & Senior Policy Fellow, European Council on Foreign Relations (ECFR), und

Prof. Dr. Guntram Wolff, Direktor & CEO, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

In dem Papier, das von der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) herausgegeben wurde, geben die Sicherheitsexpertin und -experten Handlungsempfehlungen, wie der Weg hin zu mehr Sicherheit durch größtmögliche Energiesouveränität mit erneuerbaren Energien gestaltet werden kann.  

„Sicherheitspolitische Risiken lassen sich bei erneuerbaren Energien leichter managen als bei fossilen. Kein Despot kann Wind oder Sonne einfach abschalten“, sagt Jana Puglierin. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein sicherheitspolitisches Gebot“, leitet Carolin Friedemann, Geschäftsführerin der IKND, aus dem am Montag vorgestellten Munich Security Report ab.

Strategische Vorausschau und eine möglichst weitreichende Diversifizierung auch bei erneuerbaren Energien sind das Gebot der künftigen deutschen und europäischen Energiepolitik, die nun aktiv sicherheitspolitisch zu gestalten ist. Das gilt beim Ausbau erneuerbarer Energien insbesondere für den Umgang mit China, dessen Dominanz bei kritischen Materialien und Technologien entgegengewirkt werden muss.  Die künftige Energiepolitik benötigt die stete strategische Zusammenschau ökonomischer und sicherheitspolitischer Kriterien. „Energieabhängigkeit ist ein sicherheitspolitisches Risiko. Energiesouveränität sollte ökonomisches und sicherheitspolitisches Leitziel sein“, so Guntram Wolff

Mehr Energiesouveränität ist auch verteidigungspolitisch ein Gewinn, denn Streitkräfte können durch aktive Teilhabe an der Energiewende ihre militärische Handlungsfähigkeit steigern. „Die Bundeswehr steht vor der Herausforderung, sich auf zivile Energieinfrastrukturen zu stützen, die sich künftig grundlegend verändern. Diese Entwicklung muss bei der Planung einer Bundeswehr der Zukunft mitgedacht werden“, sagt Stefan Bayer und warnt: „Energiepolitische Verwundbarkeit bedeutet auch militärische Verwundbarkeit.“ 

Bayer empfiehlt, dass die Bundeswehr die Transformation des Energiemarktes aktiv mitgestalten sollte. Als Nachfrager von Energie und als Treiber langfristiger Innovationen könnten Streitkräfte selbst einen Beitrag zu mehr Energiesouveränität leisten, die Markteinführungen nachhaltiger Energietechnologien auch im zivilen Sektor begünstigen und die energie- und klimapolitische Wende vorantreiben. 

Die Studie ist eine Initiative der IKND und kostenfrei abrufbar unter folgendem Link: https://initiative-klimaneutral.de/publikationen/neukartierung-der-energiepolitik


Bei Interviewwünschen oder Nachfragen zur Studie wenden Sie sich bitte an: 

IKND:  Sandra Hollmann, Kommunikation                           

+49 (0)176 233 80 157                                    

s.hollmann@initiative-klimaneutral.de
 

DGAP: Wiebke Ewering, Leiterin Presse und Kommunikation 

+49 (0)30 254231-132

presse@dgap.org
 

ECFR: Andreas Bock, Leiter Kommunikation                    

+49 (0)30 325051013                                      

andreas.bock@ecfr.eu
      

GIDS:  Mario Assmann, Leiter Kommunikation

+49 (0)40 8667 4715

presse@gids-hamburg.de

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