Neue BEG-Förderung: Heizungsförderung wird sozialer

Daten zeigen, wo noch Lücken bleiben

EnergiePolitikGe­bäu­de & Wärme

| Pressemitteilung, 07.07.2026

München/Berlin, 07.07.2026 – Heute hat die Bundes­regierung nach interner Ressortabstimmung die Eckpunkte zur Änderung der Bun­des­för­der­ung für effiziente Ge­bäu­de (BEG) dem Haus­halts­aus­schuss des Bundestages übergeben. Vor allem die Bedürfnisse junger Familien werden darin stärker in den Blick genommen. Ergänzend braucht es zielgerichtete Angebote für ältere Haus­besitzerinnen und -besitzer. Dies bestätigen auch Daten des Factsheets „Wärmepumpen im Eigenheim: soziale Aspekte mitdenken“ der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land und Zukunft KlimaSozial.

Die heute vorgelegten Eckpunkte beinhalten u.a. die Einführung eines Kinderbonus für Haus­halte, in denen minderjährige Kinder leben, und höhere Zuschüsse für Haus­halte mit niedrigen Einkommen. Carolin Friede­mann, Ge­schäfts­führ­er­in der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land dazu: „Die Bundes­regierung setzt mit den vorliegenden BEG-Eckpunkten ein wichtiges Signal für mehr soziale Treffsicherheit bei der Heizungsförderung. Das ist richtig und notwendig. Die stärkere soziale Ausrichtung erhöht die Chance, dass Haus­halte mit begrenzten finanziellen Spielräumen in klimafreundliche Heizungen investieren können“.

Friede­mann weiter: „Gleichzeitig braucht es aber auch zielgerichtete Angebote für ältere Haus­besitzerinnen und -besitzer. Nur etwa 12 Pro­zent der über 60-Jährigen im Eigenheim haben bereits eine Wärme­pumpe installiert. Neben der Finanzierung stellen sich in dieser Gruppe viele die Frage, ob sich eine Investition in dieser Lebensphase noch lohnt und wie der Umstieg praktisch organisiert werden kann. Ihnen bleibt die Bundes­regierung in der Reform eine Antwort schuldig.

Laut der Analyse „Wärmepumpen im Eigenheim: soziale Aspekte mitdenken“ der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land und Zukunft KlimaSozial stellen über 60-Jährige den größten Anteil derjenigen Eigen­heim­besitz­en­den, die weder eine Wärme­pumpe haben noch eine Anschaffung planen. Für diese Gruppe sind neben finanziellen Hürden das eigene Alter und Zweifel an der Rentabilität eigenständige Barrieren – die sich nicht allein mit Förderung lösen lassen. 

Das voll­ständige Factsheet finden Sie hier.

 

Über das Factsheet
Das Factsheet „Wärmepumpen im Eigenheim" basiert auf einer repräsentativen Be­fra­gung des Instituts für Demoskopie Allens­bach im Auftrag der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land unter mehr als 2.000 selbstnutzenden Hausbesitzenden (August 2025). Autorinnen: Carlotta Giustozzi (Zukunft KlimaSozial) und Clara Mewes (IKND). 

Über Zukunft KlimaSozial
Zukunft KlimaSozial ist ein wissenschaftlicher Thinktank zur Verbindung von Klima- und Sozialpolitik. Vision und Mission ist eine klimaneutrale und sozial gerechte Zukunft. Das bedeutet gesellschaftliches Wohlergehen und Teilhabe für alle. Mit Expertise, Ideen und Konzepten trägt Zukunft KlimaSozial zum Gelingen bei. Klima- und Sozialpolitik werden von Anfang an zusammengedacht und neue Lösungsansätze entwickelt.

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