Wer ele­ktrisch fährt, fühlt sich sicher - wer es nicht tut, zweifelt

Neue Umfrage zeigt gespaltene Wahrnehmung in der Energiekrise

EnergiePolitikMobilität

| Pressemitteilung, 23.06.2026

München, 23. Juni 2026. Wenn Ende des Monats der Tank­rabatt wegfällt, dürfte sich für viele Ver­brauch­er­innen und Verbraucher die Frage nach dauerhaft hohen Energie­preisen neu stellen. 74 Pro­zent der Deutschen rechnen mit anhaltend hohen Energie­preisen und sehen die Energiekrise als lang­fristige Her­aus­for­der­ung. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungs­forschungs­instituts Verian: Wer bereits ele­ktrisch fährt, nimmt die Krise ganz anders wahr. Zudem fordert die Mehrheit der Deutschen strukturelle Ver­besser­ungen für die Elektro­mobilität, etwa mehr Lade­infra­struk­tur auf dem Land oder die Senkung der Stromsteuer.

74 Pro­zent der Deutschen gehen davon aus, dass die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise keine vorübergehende Erscheinung ist, sondern die Energie­preise dauerhaft hoch bleiben werden. 58 Pro­zent berichten von erheblichen Aus­wirk­un­gen auf ihr Haushalts­budget. Um diese Entwicklung abzufedern, setzen viele Befragte gezielt auf Maßnahmen im Bereich Elektro­mobilität. Jeder Dritte Fahrer eines Benzin- oder Diesel-PKW überlegt aufgrund der Energiekrise ein Elektroauto anzuschaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungs­forschungs­instituts Verian.

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Über die Hälfte der Befragten (55 Pro­zent) spricht sich dafür aus, dass die Bundes­regierung den Kauf von Elektro­autos unterstützt und anregt. Den stärksten Rückhalt hat der Ausbau der Lade­infra­struk­tur in ländlichen Gebieten mit 67 Pro­zent. Dahinter folgen finanzielle Unterstützung für Lade­infra­struk­tur zuhause oder am Arbeitsplatz (60 Pro­zent), sowie eine Senkung der Stromsteuer (59 Pro­zent). Eine Kaufprämie wünschen sich 51 Pro­zent der Befragten. Seit dem 1. Januar hat die jetzige Bundes­regierung rückwirkend ein Förderprogramm für Elektro­autos aufgesetzt. 

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Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die Vorteile von Elektro­autos von vielen noch zurückhaltend eingeschätzt werden: Nur 37 Pro­zent der Befragten gehen davon aus, dass Haus­halte mit Elektro­autos besser vor Energie­preis­stei­gerungen geschützt sind. Aufschlussreich ist jedoch der Blick auf diejenigen, die bereits Erfahrung mit Elektro­mobilität haben: 79 Pro­zent der E-Auto-Fahrer sind über­zeugt, dass E-Auto-Haushalte besser geschützt sind. Unter Fahrern von Verbrennern teilen nur 35 Pro­zent diese Einschätzung. Auch im tatsächlichen Haushalts­budget zeigt sich ein Unterschied: 61 Pro­zent der Fahrer von Autos mit Ver­brennungs­motor berichten von erheblichen finanziellen Aus­wirk­un­gen der Energiekrise – unter E-Auto-Fahrern sind es 47 Pro­zent.

Adrien Pagano, Referent Verkehrspolitik bei der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land erklärt dazu: „Wer ele­ktrisch fährt, spürt die aktuelle Energiekrise weniger im Portemonnaie – das zeigen die Daten eindeutig. Das Problem: Der ökonomische Vorteil von Elektro­autos ist für viele Deutsche noch nicht ausreichend sichtbar. Mit steigenden Kraftstoffpreisen wächst jedoch der Kostenvorteil von Elektro­autos noch mehr. Die An­schaff­ungs­kosten sind mittlerweile weitgehend vergleichbar, und Laden ist in den meisten Alltagssituationen gün­sti­ger als Tanken.“

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Zur Methode der Umfrage
Das Meinungsforschungsinstitut Verian hat im Auftrag der European Climate Foundation im Zeitraum vom 29. Mai bis zum 03. Juni 2026 online 1.000 Menschen in Deutsch­land befragt. Die Stichprobe ist für die Bevölkerung Deutsch­lands ab 18 Jahren repräsentativ.

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