Studie zur Elektrifizierung im deutschen Flottenmarkt
Veröffentlichung Juli 2026
Studie zur Elektromobilität im deutschen Flottenmarkt
Veröffentlichung Juli 2026
PolitikWirtschaft & ArbeitMobilität
| Analyse, 24.07.2026
Die deutschen Unternehmensflotten setzen zunehmend auf die Elektromobilität. Zusätzlichen Rückenwind könnte die Clean Corporate Vehicles Regulation (CCVR) bringen, die derzeit auf EU-Ebene verhandelt wird. Der Vorschlag der EU Kommission sieht feste Anteile emissionsfreier Neuzulassungen für Großunternehmen vor. Das deutsche Ziel beträgt 54 Prozent emissionsfreie Zulassungen bis 2030 und 95 Prozent bis 2035. Der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens wird bis spätestens Ende 2026 erwartet.
Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Dataforce-Studie im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland, auf Basis aktueller Zulassungsdaten und einer Befragung von 255 Fuhrparkverantwortlichen, wie weit deutsche Unternehmen bei der Umstellung ihrer Flotten bereits sind, welche Faktoren den Wandel treiben und wo weiterhin Herausforderungen bestehen.
Im ersten Halbjahr 2026 lagen im Flottenmarkt erstmals rein batterieelektrisch betriebene Pkw bei den Neuzulassungen vor allen anderen Antriebsarten. Sie machten 30 Prozent aus. Der kontinuierliche Anstieg der vergangenen Jahre setzt sich damit fort. Neben der wachsenden Modellpalette tragen auch Verbesserungen bei Reichweite und Ladeinfrastruktur dazu bei, dass Unternehmen Elektrofahrzeuge zunehmend in ihre Flotten integrieren.
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Datenschutzeinstellungen ändernGroßunternehmen (50+ Fahrzeuge), die von der Clean Corporate Vehicles Regulation der Europäischen Union betroffen sind, elektrifizieren besonders schnell. 61 Prozent von ihnen haben sich bereits unternehmensinterne Umweltziele gesetzt oder müssen staatliche Auflagen erfüllen.
Bis 2030 erwarten weit mehr als die Hälfte (60 Prozent) der befragten Flottenmanagerinnen und -manager, dass sie ihre Ziele bis 2030 erreichen können. 36 Prozent gehen davon aus, die Ziele nur knapp zu verfehlen und damit den Umweltauflagen recht nah zu kommen. Damit werden 95 Prozent der großen Fuhrparks ihre Ziele entweder erreichen oder nur knapp verfehlen.
Beim Blick auf die nahezu vollständige Klimaneutralität hält eine deutliche Mehrheit der größeren Unternehmensflotten die Umstellung für realistisch: Fast zwei Drittel erwarten ab 2035 überwiegend (mindestens 95 Prozent) emissionsfreie Fahrzeuge zu beschaffen.
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Datenschutzeinstellungen ändernAnschaffungs- und Betriebskosten sind entscheidende Faktoren für Investitionen bei Unternehmen. 74 Prozent der Unternehmen mit Elektroautos nennen die Wirtschaftlichkeit und Kosteneinsparung als den wichtigsten Treiber für die Elektrifizierung des Fuhrparks. Die gestiegenen Kraftstoffpreise seit Anfang 2026 könnten nochmals einen finanziellen Anreiz für den Umstieg auf Elektromobilität schaffen.
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Datenschutzeinstellungen ändernFörderungen und Regulierungen sind für deutsche Unternehmen ausschlaggebend – sie erhöhen das Tempo. 54 Prozent der Befragten würden ohne Regulierungen ihre Elektrifizierung verlangsamen oder stoppen. Beispiele für Förderung und Regulierung sind unter anderem steuerliche Vorteile für Unternehmen oder Dienstwagenfahrerinnen und -fahrer, Förderprogramme für die Fahrzeuganschaffung oder Ladeinfrastruktur (bundesweit oder regional), aber auch Vorschriften der Corporate Social Responsibility (CSR).
Der Markt wird weiterhin klar von deutschen Marken geprägt, die mit etablierten Strukturen, guten Serviceleistungen und großer Modellvielfalt dominieren. 73 Prozent der im Flottenmarkt neu zugelassenen Elektrofahrzeuge sind von Automobilherstellern, die zu deutschen Konzernen gehören. Die dominierende Marke ist dabei VW mit einem Marktanteil von 21 Prozent. Es besteht jedoch eine große Offenheit, neue chinesische Marken in den Fuhrpark zu integrieren. 73 Prozent der Befragten denken, dass sie gleichwertig oder sogar besser sind. 44 Prozent würden aktuell schon chinesische Marken in Betracht ziehen.
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Datenschutzeinstellungen ändernDie Elektromobilität hat sich im deutschen Flottenmarkt als wirtschaftlich tragfähige Option etabliert. Für die Mehrheit der Fuhrparkmanager sprechen inzwischen die Kosteneinsparungen für den Umstieg. Über die Hälfte der Befragten gibt jedoch an, ohne Förderungen und Regulierungen langsamer oder gar nicht zu elektrifizieren. Sollte die CCVR wie vorgeschlagen verabschiedet werden, würde sie diesen Trend zusätzlich absichern und Unternehmen mehr Planungssicherheit für ihre Investitionsentscheidungen geben.
Offen bleibt, wie sich der Wettbewerb zwischen etablierten deutschen Marken und neuen Anbietern aus China entwickelt. Deutsche Hersteller dominieren aktuell die Neuzulassungen, doch ein Großteil der Fuhrparkverantwortlichen hält chinesische Marken für gleichwertig oder überlegen. Für den Standort Deutschland entscheidet sich hier, ob die Elektrifizierung der Flotten auch der heimischen Industrie zugutekommt.
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