Wäh­ler sehen größ­tes Wirt­schafts­wachs­tum bei er­neuer­baren Ener­gien

EnergieWirtschaft & Arbeit

| Pressemitteilung, 30.05.2024

Eine neue Umfrage im Auftrag der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land (IKND) zeigt, Wähler fast aller demokratischen Parteien sehen in der Branche der erneuerbaren Energien das größte Wachstumspotenzial für die Wirtschaft in ihrer Region in den nächsten fünf Jahren. 

Am 9. Juni finden neben den Europawahlen in acht von 16 Bundesländern Kommunalwahlen statt. Die Entwicklung der Wirtschaft bereitet vielen Menschen Sorgen. Dies war Anlass für die Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land (IKND) Bürgerinnen und Bürger zu fragen, in welchen Branchen sie in den kommenden Jahren die größten wirtschaftlichen Wachstumschancen in ihrer Region sehen. Fast 40 Pro­zent sehen das größte Potenzial in der Branche erneuerbare Energien, gefolgt von Dienstleistungen (31 Pro­zent), Tourismus (23 Pro­zent) und Gesundheitswesen (23 Pro­zent). Wachstumspotenzial im Sektor fossile Energien sehen dagegen gerade einmal 5 Pro­zent. Erneuerbare Energien lagen in der von Civey durchgeführten Umfrage bei Anhängern fast aller demokratischer Parteien auf dem ersten Platz.

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich: die Menschen haben erkannt, dass erneuerbare Energien das Rückgrat für die wirtschaftliche Zukunft ihrer Region und Deutsch­lands bilden können. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Menschen über Parteigrenzen hinweg das immense Potenzial von erneuerbarer Energie erkennen und unterstützen.", bewertet IKND-Geschäftsführerin Carolin Friede­mann die Ergebnisse. „Auffällig ist, wie sich die Potenzialwahrnehmung in Thüringen und Sachsen vom Rest der Republik unterscheiden. Das zeigt uns, dass die Energie­wende kein Selbstläufer ist und die Umsetzung pragmatischer werden sollte.“, so Friede­mann weiter.

Von den Bundesländern, in denen demnächst neue Kommunalvertretungen gewählt werden, ist unter den Befragten in Baden-Württemberg die Erwartung an das Wachstumspotenzial durch erneuerbare Energien am höchsten (40 Pro­zent). Am niedrigsten ist die Zuschreibung in Thüringen (22 Pro­zent) und Sachsen (23 Pro­zent), wo die häufigste Antwort „keine Angabe/keine der genannten Branchen“ lautete. 

Die Umfrageergebnisse zeigen zudem, dass auch CDU/CSU-Wähler in der Erneuerbaren-Branche das größte Wachstumspotenzial für die Wirtschaft in ihrer Region sehen, nämlich jeder Dritte – ähnlich bei der FDP mit 30 Pro­zent. Erwartbar höher liegen die Werte bei Anhängern von SPD (60 Pro­zent) und Grünen (71 Pro­zent). Dies verdeutlicht, dass erneuerbare Energien über das politische Spektrum hinweg als zentraler Wachstumsfaktor anerkannt werden.

Zur Methode der Umfrage

Civey hat für die Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land vom 24. Mai bis 26. Mai 2024 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 Pro­zentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

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