Stromsteuer runter In­ves­ti­tio­nen rauf

PolitikGe­bäu­de & WärmeMobilität

| Pressemitteilung, 03.11.2026

Stromsteuer runter, In­ves­ti­tio­nen rauf: Senkung könnte Millionen private In­ves­ti­tio­nen auslösen.

München, 03. November 2026. Eine Senkung der Stromsteuer könnte erhebliche private In­ves­ti­tio­nen in moderne Energietechnologien auslösen. Eine aktuelle Allens­bach-Umfrage im Auftrag der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land (IKND) zeigt: Für viele Eigen­heim­besitzer wäre eine Strom­steuer­senk­ung ein konkreter Anreiz, schneller in ein Elektroauto oder eine Wärme­pumpe zu investieren. Hochgerechnet auf Deutsch­land entspräche dieses Potenzial mehr als einer Million Elektro­autos und rund 700.000 Wärme­pum­pen.

Eine Senkung der Stromsteuer ist für jeden fünften Eigen­heim­besitzer hierzulande, der bereits über eine Anschaffung nachdenkt, ein bedeutender Anreiz, sich so schnell wie möglich eine Wärme­pumpe anzuschaffen. Bei der Investitionsentscheidung für ein Elektroauto liegt der Wert sogar noch höher: Hier geben das knapp 25 Pro­zent der Befragten an. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Be­fra­gung des Instituts für Demoskopie Allens­bach im Auftrag der Ini­tia­ti­ve Kli­ma­neu­tra­les Deutsch­land (IKND).

Überträgt man diese Zahlen auf die Grundgesamtheit der 13,5 Millionen Haus­halte, die hierzulande in eigenen Ein- und Zweifamilienhäusern leben, wären das kurzfristig 1,2 Millionen Elektro­autos und rund 700.000 Wärme­pum­pen mehr – wenn die Haus­halte ihre An­schaffungs­pläne alle auch realisieren würden. Zur Ein­ordnung: In diesem Jahr sind laut Kraftfahrtbundesamt bisher etwas mehr als 600.000 Elektro-Pkw neu zu­ge­las­sen worden; der Absatz von Wärme­pum­pen lag bis Jahresmitte bei rund 195.000 Stück. Die Zahl zusätzlicher Elektro­autos entspräche rund 46 Pro­zent des heutigen E-Auto-Bestands in Deutsch­land. Die Zahl zusätzlicher Wärme­pum­pen entspräche rund 37 Pro­zent des aktuellen Wärme­pum­penbestands.

Die Stromsteuer für private Haus­halte liegt weiterhin bei 2,05 Cent pro Kilowattstunde und damit rund zwanzigmal höher als der eu­ro­päi­sche Mindestsatz. Die Bundes­regierung hatte bereits im Koalitionsvertrag eine Entlastung für alle Verbrauchergruppen angekündigt, bislang profitieren jedoch vor allem große Unternehmen. Die Umfrage­er­geb­nisse zeigen nun, dass eine Ausweitung der Entlastung weit mehr sein könnte als eine reine Entlastungsfrage: Sie könnte In­ves­ti­tio­nen anstoßen, die Wertschöpfung, Handwerk und industrielle Nachfrage in Deutsch­land stärken.

Carolin Friede­mann, Gründerin und Ge­schäfts­führ­er­in der IKND: „Eine Strom­steuer­senk­ung wäre kein weiteres Förderprogramm, sondern eine Entlastung mit Anreizwirkung. Unsere Zahlen zeigen: Viele Menschen denken bereits über die Anschaffung eines Elektro­autos oder den Einbau einer Wärme­pumpe nach. Günstigere Strompreise könnten den entscheidenden Impuls geben, diese In­ves­ti­tio­nen früher umzusetzen. Das stärkt auch Handwerk, Mittelstand und industrielle Wertschöpfung in Deutsch­land. Gleichzeitig wäre die Strom­steuer­senk­ung ein wichtiges Signal, dass diese Bundes­regierung zu ihren Zusagen steht. Die versprochene Entlastung käme zu einer Zeit, in der Energie­preise nur eine Richtung kennen: steil nach oben.“

 

Zur Umfrage & Berechnung

Das Institut für Demoskopie Allens­bach befragte vom 11.09.2026 bis 05.10.2026 im Auftrag der IKND 4.350 selbstnutzende Haus­besitzer ab 18 Jahren in Deutsch­land. Für die Umrechnung wurden die Anteile der Haus­besitzer mit An­schaffungs­plänen (n = 1130 für die Wärme­pumpe und n = 1575 für ein Elektroauto), die angeben, sich bei einer Strom­steuer­senk­ung schnell eine Wärme­pumpe bzw. ein Elektroauto anzuschaffen auf die gesamte Stichprobe umgerechnet. Daraus ergeben sich folgende Anteile: 5,22 % für die Wärme­pumpe und 8,94 % für das Elektroauto. Rechnet man diese Anteile auf die 13,5 Millionen Haus­halte im Eigenheim um, ergeben sich die potenziellen Anschaffungen von rund 700.000 Wärme­pum­pen und 1,2 Millionen Elektro­autos.

Ähnliche Artikel

Politik

Wirtschaft & Arbeit

Mobilität

Britischer E-Auto-Boom könnte deutsche Pro­duk­tions­stand­orte stützen

Politik

Wirtschaft & Arbeit

Mobilität

E-Autos in Unternehmen boomen

Energie

Politik

Eigen­ver­brauch statt Ein­spei­se­ver­gü­tung bei So­lar­en­er­gie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen unseren Service zur Verfügung zu stellen, sowie das Nutzungserlebnis zu optimieren. Sie können mit dem Button „Akzeptieren“ alle Cookies akzeptieren oder über Datenschutzeinstellungen" individuelle Einstellungen vornehmen. Wenn Sie die Nutzung der Cookies ablehnen „Ablehnen“, dann werden außer den notwendigen Cookies keine weiteren Cookies gesetzt.

AblehnenAkzeptierenEinstellungen