Vor GEG-Entscheidung: Haus­besitzer planen bereits Heizungstausch

Ge­bäu­de & Wärme

| Pressemitteilung, 27.11.2025

Laut Medienberichten soll die Novelle des Ge­bäu­de­energie­gesetzes (GEG) heute Abend im Rahmen des Koa­li­tions­aus­schusses besprochen werden. Seit Monaten ringen die Koalitionäre miteinander – vermutlich auch aus Sorge vor dem Unmut der Haus­besitzer und einem „Heizhammer 2.0“. Dabei zeigen aktuelle Daten, dass viele von ihnen längst bereit sind, ihre Heizungen umzurüsten, besonders in unionsregierten Bundesländern.

Das Potenzial für klimaneutrale Heizungen in Deutschlands Eigenheimen ist erheblich, das zeigen die Daten des „Monitorings Energie­wende im Eigenheim“ der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND). Aktuell besitzen laut Zensus-Daten bereits 25 Prozent der Haus­besitzerinnen und -besitzer in Deutschland eine klimafreundliche Heizung, laut Allens­bach-Umfrage planen weitere 40 Prozent eine Anschaffung in den nächsten fünf Jahren. Davon 23 Prozent eine Wärme­pumpe, 15 Prozent Solarthermie und 6 Prozent eine Holzpellet-Heizung. Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allens­bach im Auftrag der IKND von August 2025.

Carolin Friede­mann, Ge­schäfts­führ­er­in und Gründerin der Initiative Klimaneutrales Deutschland, hierzu: „Während die Fachwelt auf die GEG-Novelle wartet, ist die Wärme­pumpe in Deutschlands Eigenheimen längst eingezogen. In diesem Jahr wurden erstmals mehr Wärme­pumpen als Gasheizungen verkauft. 2030 könnten mehr als zwei Drittel der Eigenheime mit einer klima­freund­lich­en Heizung ausgestattet sein. Das zeigt: Das Ge­bäu­de­energie­gesetz hat in den vergangenen Jahren die richtigen Signale gesendet. Es bleibt zu hoffen, dass dieser positive Trend nicht durch die bevorstehende Entscheidung der Regierung ausgebremst wird.“

Ein Blick auf die Anzahl der För­der­zu­sa­gen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Ge­bäu­de (BEG) für den Einbau von klima­freund­lich­en Heizungen zeigt, dass 75 Prozent der För­der­zu­sa­gen nach Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nieder­sachsen und Nordrhein-Westfalen geht, wobei nur zwei Drittel der Haushalte dort leben. In vier dieser Länder regiert die CDU mit, nur Nieder­sachsen bildet mit einer Rot-Grün-Regierung die Ausnahme. Nachzulesen sind die monatlichen Statistiken auf dem Portal „Energiewechsel“ des Bundes­wirtschafts­ministeriums und der Statistikseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Allein in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden För­der­zu­sa­gen in Höhe fast 3 Mrd. Euro gegeben. Entsprechend hoch ist der Anteil der Förderung, der in die genannten Bundesländer fließt.

Als Hauptgrund für die Anschaffung einer Wärme­pumpe geben die Befragten der Allens­bach-Erhebung im Übrigen an, wenn die aktuelle Heizung kaputt geht. Da die zahl­rei­chen in den 1990er Jahren in neuen Wohnsiedlungen verbauten Gasheizungen in die Jahre kommen, dürfte eine Wechselwelle bevorstehen.

Die Daten der Allens­bach-Umfrage sind hier zu finden. Statistiken der Plattform „Energiewechsel“ für die Monate Januar bis Oktober 2025 findet man hier

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