Interview mit Malte Kurzweg
Junior-Referent Politik, Schwerpunkt Wirtschaft
Malte, warum hast du dich für die Arbeit bei der Initiative Klimaneutrales Deutschland entschieden?
Ich möchte mich nicht nur über den Status Quo z beschweren. Viel lieber möchte ich, sondern Themen, die mir am Herzen liegen, wie die Energiewende, aktiv mitgestalten. Die IKND teilt diesen Veränderungswillen und hat mich durch ihre positive Vision für ein klimaneutrales Deutschland überzeugt. Konsequenter Klimaschutz kann große Vorteile für uns alle bringen. Zudem finde ich es in Zeiten starker Polarisierung wichtig, Brücken zu bauen und neue Perspektiven auf Klimaschutz zu eröffnen.
Was hast du in den letzten sieben Tagen fürs Klima getan?
Das Schöne am Klimaschutz ist, dass es ganz viele kleine Maßnahmen gibt, mit denen man anfangen kann. Bei mir zählt dazu seit langem die vegetarische Ernährung und das Stromsparen zuhause. Mein aktueller Vorsatz ist, auch bei schlechtem Wetter häufiger mein Fahrrad anstatt die Öffis zu nutzen.
Was hat dich in den letzten Wochen in Sachen Klima besonders optimistisch gestimmt?
Die Daten zur Photovoltaik stimmen mich zum Jahreswechsel optimistisch . Im vergangenen Jahr wurden so etwa 90 TWh Strom erzeugt. Zum ersten Mal haben wir also mehr Strom durch Sonne erzeugt als aus Erdgas und Kohle. Bei all den Herausforderungen sollten wir auch solche Erfolge nicht unter den Tisch fallen lassen. Die Erneuerbaren sind aus unserem Energiesystem nicht mehr wegzudenken und machen uns in geopolitisch turbulenten Zeiten unabhängiger.
Wie erholst du dich von schlechten Nachrichten?
Am besten erhole ich mich von dem Chaos der Welt beim Laufen. Egal ob Brainstorming oder absolute Leere, Musik oder Stille. Beim Laufen kann ich meine Gedanken sortieren und Dampf ablassen. Außerdem versuche ich zu viel Doomscrolling zu vermeiden.
Was sollten wir hören und lesen?
Eine super Begleitung für jede U-Bahn-Fahrt ist der Machtwechsel-Podcast von Robin Alexander und Dagmar Rosenfeld. Dabei geht es nicht nur um politische Ergebnisse. Man erhält auch einen lebendigen Einblick in das politische Berlin und in die informellen Verhandlungsprozesse innerhalb einer Koalition. So werden auch politische Meinungen, die man selbst nicht teilt, nachvollziehbarer.
