Kommentar zum Klimaschutzprogramm 2026
Sonderausschreibung für Windenergie durch Netzeffizienz nutzbar machen.
KlimaEnergiePolitik
| Kommentar, 26.03.2026
Klimaschutzprogramm: Sonderausschreibung für Windenergie durch Netzeffizienz nutzbar machen
München, 26. März 2026 – Die Bundesregierung hat heute im Rahmen des neuen Klimaschutzprogramms eine Sonderausschreibung von 12 Gigawatt Windenergie an Land bis 2030 angekündigt. Damit soll der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt und bestehende Engpässe in der EEG-Ausschreibung entschärft werden. Die Ausschreibungen waren in den letzten Jahren häufig überzeichnet, wodurch v.a. Projekt in Süddeutschland keine Zuschläge erhalten haben. Auch Bayern hat kürzlich eine Bundesratsinitiative für eine Sonderausschreibung Windenergie in Hohe von 5 GW für 2026 eingebracht, um stockende Projekte in die Umsetzung zu bringen.
Die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) begrüßt das Signal, warnt jedoch, dass der Erfolg solcher Maßnahmen maßgeblich davon abhängt, wie effizient das bestehende Stromnetz genutzt wird. Carolin Friedemann, Gründerin und Geschäftsführerin der IKND, kommentiert:
„12 Gigawatt mehr Windenergie sind ein wichtiges und richtiges Signal. Das kann den in Süddeutschland dringend benötigten Ausbau voranbringen. Doch solange Netzengpässe Projekte ausbremsen, bleibt dieses Versprechen bloß eine Zahl. Schon heute gibt es im Bestandsnetz ungenutzte Kapazitäten, die wir mit klaren Regeln und smarter Betriebsführung sofort heben könnten. Ohne diese Effizienzreserven zu nutzen, wird kein Ausschreibungsplus die Energiewende wirklich beschleunigen.”
Die IKND hat analysiert, welche Maßnahmen parallel zum Netzausbau ergriffen werden können, um die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen. Im Mittelpunkt steht, wie sich Kosten reduzieren, Innovationspotenziale erschließen und regionale Entwicklungen gezielt stärken lassen. Die Ergebnisse sind im Factsheet „Herausforderung Netzanschluss: Vom Engpass zur Effizienz“ zusammengefasst.
