Allens­bach-Studie: Imagewandel für Elektro­mobilität im Autoland Baden-Württemberg

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| Pressemitteilung, 14.10.2025

Allens­bach-Studie: Imagewandel für Elektro­mobilität im Autoland Baden-Württemberg

München, 14.10.2025 – Bis 2030 wollen vier von zehn Eigen­heim­besitzerinnen bzw. -besitzern in Baden-Württemberg ein Elektroauto nutzen. Der Grund: bessere Rahmen­bedingungen und technologischer Fortschritt. Deutliche Zuwächse sind auch bei Batteriespeichern, Wärme­pumpen und Photovoltaik­anlagen absehbar. Eigen­heim­besitzerinnen und -besitzer sind über alle Parteigrenzen zu Investitionen in klimaschonende Tech­no­lo­gien bereit. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allens­bach im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) unter mehr als 2.000 Menschen, die in ihrem eigenen Haus wohnen.

Im Vergleich zur ersten Allens­bach-Umfrage im Auftrag der IKND vor einem Jahr bestätigt die aktuelle Studie: Die Nutzungs- und Anschaffungspläne der Eigen­heim­besitzerinnen und -besitzer sind stabil – sowohl im bundesweiten Vergleich als auch in Baden-Württemberg. Dies ist aus Sicht der IKND bemerkenswert: In Baden-Württemberg hat der Wahlkampf zur Landtagswahl im Frühjahr 2026 begonnen und führt bereits zu hitzigen Debatten u.a. über die Zukunft der Automobilwirtschaft. Vor diesem Hintergrund sind die Menschen weiter bereit, privat in klimafreundliche Tech­no­lo­gien zu investieren.  

Gefragt wurde in der Studie u.a. nach Photovoltaik, Wärme­pumpe, Elektroauto, Batteriespeichern und Smart Metern. In Baden-Württemberg setzen die selbstnutzenden Hauseigentümerinnen und -eigentümer derzeit durchschnittlich 2,5 Tech­no­lo­gien ein, im bundesweiten Durchschnitt sind es 2,6.

Bessere Rahmen­bedingungen für Elektro­mobilität

Das Potenzial für Elektro­autos liegt im Autoland Baden-Württemberg etwa auf bundesweitem Niveau: Derzeit nutzen 10 Pro­zent der Eigen­heim­besitzerinnen und -besitzer einen „Stromer“, bundesweit sind es 13 Pro­zent. In den kommenden fünf Jahren wollen sich sowohl in ganz Deutschland als auch in Baden-Württemberg 29 Pro­zent der Eigenheimer ein Elektroauto anschaffen.

Den Imagewandel der Elektro­mobilität bewertet Carolin Friede­mann, Gründerin und Ge­schäfts­führ­er­in der Initiative Klimaneutrales Deutschland: „In der Heimat von Mercedes-Benz und Porsche dreht sich die Stimmung für Elektro­mobilität. Die Menschen vertrauen der Technologie zunehmend. Auch der signifikante Ausbau der Lade­infra­struk­tur ist im Alltag positiv zu spüren. Allerdings fehlt es einigen Menschen noch an gün­sti­geren Modellen, um ihre Anschaffungspläne umzusetzen.“ 

Was die anderen 60 Pro­zent davon abhält ein Elektroauto zu kaufen? Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zur Vorjahresbefragung. Am stärksten ist der Meinungswandel bei der vermeintlich „mangelnden Ausgereiftheit der Batterietechnologie“. Sagten 2024 noch 38 Pro­zent der Befragten, dies sei ein Hinderungsgrund, sind es 2025 aktuell noch 28 Pro­zent. Dieser Trend ist auch auf Bundesebene zu sehen (38 Pro­zent 2024, 31 Pro­zent 2025).  

Auch bei anderen Aspekten ist die Veränderung positiv: Fanden 2024 noch 63 Pro­zent, dass die Anschaffungskosten zu hoch sind, sind es jetzt noch 56 Pro­zent. Auch die Kritik an der Zahl an Ladestationen geht zurück (39 Pro­zent 2024 zu 33 Pro­zent 2025). Umgekehrt ist dieses Argument bei den Gründen für die (geplante) Anschaffung stark gewachsen (von 21 Pro­zent 2024 auf 32 Pro­zent 2025) und deutlich ausgeprägter als im Bundesvergleich (von 24 Pro­zent auf 28 Pro­zent 2025). 

Stabil auf Platz 1 der Gründe pro Elektroauto bleibt der eigene Beitrag zum Umwelt- und Klima­schutz – den jede bzw. jeder zweite Befragte angibt (45 Pro­zent im bundesweiten Durchschnitt). Mit deutlichem Abstand folgen gün­sti­gere Steuern und Versicherung sowie die Reichweite für eigene Bedürfnisse ausreicht (beides 39 Pro­zent). 

Investitionen unabhängig von Parteipräferenz 

Zwischen den Anhängern der verschiedenen politischen Parteien in Deutschland bestehen wenig Unterschiede in der Nutzung und bei den Anschaffungsplänen, erläutert Dr. Steffen de Sombre, Projektleiter vom Institut für Demoskopie Allens­bach: „Die Nutzung klimafreundlicher Tech­no­lo­gien in privaten Eigenheimen ist mittlerweile weit verbreitet, wobei Nutzung und Anschaffungspläne erstaunlicherweise kaum mit den politischen Überzeugungen zusammenhängen: So nutzt oder plant beispielsweise auch die Mehrheit der AfD-Wählerinnen und -wähler unter den Eigen­heim­besitzerinnen und -besitzern Photovoltaik-Anlagen und jede dritte befragte Person ein Elektroauto.“ 

Hier geht es zum Ergebnisbericht Monitoring Energie­wende im Eigenheim 2025.

Zur Methode der Umfrage 

Die Umfrage wurde im August 2025 vom Institut für Demoskopie Allens­bach durchgeführt. Befragt wurden 2.159 Haus­besitzerinnen und -besitzer ab 18 Jahren, die im eigenen Haus wohnen. Die Stichprobengröße für Baden-Württemberg beträgt 251 Personen. Die Befragung wurde online durchgeführt. Sie ist repräsentativ für die Gesamtheit aller Haus­besitzerinnen und -besitzer in Deutschland, die im eigenen Haus wohnen. Im Herbst 2024 wurde die erste Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse finden Sie hier.  

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