Interview mit Gian Luca Naccarato

gl.naccarato@initiative-klimaneutral.de

Luca, was ist das Besondere an deinem Job bei der Initiative Klimaneutrales Deutschland?

Das Besondere in meiner Zuständigkeit bei der IKND sehe ich in den praktischen Erkenntnissen, die ich täglich dazugewinne. Mein Alltag in der Universität ist geprägt von Diskussionen über neue Forschungsergebnisse und Theorie. Durch meine Arbeit bei der IKND komme ich im Gegenzug in Berührung mit der Realpolitik, sowie der Umsetzung von klimapolitischen Maßnahmen und deren Erfolgen. Durch den Perspektivwechsel erlange ich stets neues Wissen, was mir große Freude bereitet.

Was hat dich in den letzten Wochen in Sachen Klima besonders optimistisch gestimmt?

Was mich weiterhin optimistisch stimmt, ist, dass trotz der aktuellen politischen Auseinandersetzungen, Umwelt- und Klimathemen weiterhin stark im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert sind. Besonders im Bereich der Ernährung wird dies deutlich. So ist ein Rückgang im häuslichen Fleischkonsum zu beobachten, während die Nachfrage nach Lebensmitteln in Bio-Qualität weiterhin hoch ist. So kann ein Wandel von der konventionellen hin zu einer klimaverträglichen, nachhaltigen Landwirtschaft durch die Konsumenten unterstützt werden.

Was hast du in den letzten sieben Tagen fürs Klima getan?

Durch mein Studium wurde mir bewusst, in welchem Maße der Mensch das Klima und die Umwelt negativ beeinflusst, aber auch, wie jede und jeder Einzelne von uns durch einen nachhaltigen Lebensstil zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann. Daher versuche ich meinen Alltag Bewusst zu gestalten, indem ich möglichst regionale und fleischarme Lebensmittel einkaufe, meine täglichen Wege mit dem Fahrrad bewältige und Kleidung lieber gebraucht als neu erwerbe.

Wie erholst du dich von schlechten Nachrichten?

Die beste Erholung beginnt für mich zunächst mit einem gesunden Abstand zu jeglicher Form von Medien. Anschließend komme ich auf bessere Gedanken durch eine Runde Yoga oder einen langen Spaziergang in der Natur. Ein Austausch mit Freunden und Familie hilft oft, das Geschehene zu reflektieren und Abstand zu gewinnen.

Was sollten wir hören?

Ich bin ein großer Fan des Lex Fridman-Podcasts, indem der MIT-Informatiker sich mit relevanten Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Politik, Geschichte und Philosophie zu tagesaktuellen Themen austauscht. Besonders gewinnbringend dabei empfinde ich, dass er die Lösung eines jeden Konfliktes in der Kommunikation und dem Dialog zwischen den Parteien sieht und beide gleichermaßen zu Wort kommen lässt. Dadurch wird eine objektive Sicht auf die Dinge garantiert, was ich in den aktuellen Zeiten als besonders positiv erachte. 

Wir verwenden Cookies, um Ihnen unseren Service zur Verfügung zu stellen, sowie das Nutzungserlebnis zu optimieren. Sie können mit dem Button „Akzeptieren“ alle Cookies akzeptieren oder über Datenschutzeinstellungen" individuelle Einstellungen vornehmen. Wenn Sie die Nutzung der Cookies ablehnen „Ablehnen“, dann werden außer den notwendigen Cookies keine weiteren Cookies gesetzt.

AblehnenAkzeptierenEinstellungen